Weihnachtsfeier im Dezember, Kick-off im Januar: Für viele Personal- und Eventverantwortliche gehört eine Fotowand inzwischen fest dazu. Gäste stellen sich davor, die Bilder landen im Intranet, auf LinkedIn oder im Jahresrückblick – und das Logo ist auf jedem Foto zu sehen. Damit das klappt, sollten Sie drei Dinge früh klären: Welche Größe passt in den Raum, welches Material verlangt die Location – und bis wann muss bestellt sein? Dieser Ratgeber geht die Punkte der Reihe nach durch.
Welche Größe ist sinnvoll?
Eine Fotowand muss breit genug für eine kleine Gruppe sein und hoch genug, dass auch größere Gäste nicht über den Rand hinausragen. Viele Hersteller bieten Textilwände mit Aluminiumrahmen in der Größe 300 × 230 cm an – gerade oder leicht gebogen. Das reicht für Gruppenfotos mit mehreren Personen und passt in die meisten Veranstaltungsräume. Für Einzel- und Paarfotos genügt oft eine schmalere Wand, für Teamfotos ganzer Abteilungen lohnt sich mehr Breite.
- Sichtbare Fläche prüfen: Die Nenngröße ist nicht immer die Druckfläche. Je nach System bleibt am Rand ein Streifen für den Rahmen – im Datenblatt steht, wie groß die sichtbare Grafik tatsächlich ist.
- Platz davor einplanen: Der Fotograf oder die Fotobox braucht Abstand zur Wand. Messen Sie den Raum vorher aus, statt die Wand in eine enge Ecke zu stellen.
- Deckenhöhe und Türen: Klären Sie, ob die Wand in Einzelteilen in den Raum passt – Aufzüge und Türrahmen sind oft das eigentliche Nadelöhr.
Material: Textil mit Rahmen oder Banner?
Textilwand mit Spannrahmen oder Zipper-System
Bei diesen Systemen wird ein bedruckter Stoff über einen leichten Alurahmen gezogen – entweder mit einem Keder in einem Spannrahmen oder als Hülle mit Reißverschluss (Zipper). Der Stoff ist faltbar, wirft kaum Falten, wenn er gespannt ist, und lässt sich im Transportsack verstauen. Für wiederkehrende Veranstaltungen ist das praktisch: Den Rahmen behalten Sie, und für das nächste Event wird nur ein neuer Bezug gedruckt.
Banner oder Mesh an Gestell oder Wand
Die günstigere Variante ist ein bedrucktes Banner, das mit Ösen an einem Gestell, einem Bauzaun oder einer vorhandenen Wand befestigt wird. Bei uns in Berlin kostet ein PVC-Banner ab 19 €/m², ein Mesh-Banner ab 22 €/m² und ein lichtundurchlässiges Blockout-Banner ab 29 €/m² (jeweils netto, Mindestpreis 39 €). Blockout ist für Fotowände interessant, wenn hinter der Wand Licht oder Fenster sind – dann scheint nichts durch. Mesh hat dagegen feine Löcher und eignet sich eher für draußen.
Brandschutz: Was „B1“ bedeutet
Viele Locations, Hotels und Messen verlangen für Dekorationen und Werbemittel mindestens „schwer entflammbar“. Gemeint ist die Baustoffklasse B1 nach DIN 4102-1. Die Norm teilt Baustoffe in nicht brennbar (A1, A2) und brennbar ein; brennbare Stoffe sind B1 (schwer entflammbar), B2 (normal entflammbar) oder B3 (leicht entflammbar). Daneben gibt es die europäische Einteilung nach DIN EN 13501-1, in der „schwer entflammbar“ etwa den Klassen B oder C (mit Zusatzklassen für Rauch und Abtropfen) entspricht. Beide Systeme sind nicht direkt eins zu eins übertragbar.
Vorher bei der Location nachfragen: Welche Klasse verlangt wird und ob ein Nachweis (Prüfzeugnis oder Zertifikat des Materials) mitgebracht werden muss, steht in der Hausordnung oder den Dekorationsrichtlinien der Location. Messe Frankfurt etwa verlangt für Standbau- und Dekomaterial mindestens B1 nach DIN 4102 bzw. die entsprechende EN-Klasse. Sagen Sie uns die Vorgabe bei der Anfrage – dann wählen wir das passende Material und legen den Nachweis bei.
Innen oder außen?
Textile Fotowände sind in aller Regel für Innenräume oder überdachte Bereiche gedacht. Der Stoff und der leichte Rahmen bieten dem Wind eine große Angriffsfläche; schon bei mäßigem Wind kann eine freistehende Wand kippen. Für Feiern im Freien – etwa auf einer Terrasse oder im Innenhof – ist ein Banner an einem stabilen Gestell meist die bessere Wahl:
- Mesh statt geschlossener Plane: Durch die Löcher geht ein Teil des Windes hindurch, die Last auf das Gestell sinkt.
- Ballast und Verankerung: Freistehende Gestelle brauchen ausreichend Gewicht an den Füßen oder eine feste Befestigung. Wie viel nötig ist, hängt vom Gestell und vom Standort ab – das klären wir im Einzelfall.
- Bei Sturm abbauen: Auch gut gesicherte Systeme haben Grenzen. Planen Sie eine verantwortliche Person ein, die bei aufkommendem Wind entscheidet.
Gestaltung: Logo-Raster und keine Spiegelungen
Bewährt hat sich das „Step and Repeat“-Muster, das man von Pressewänden kennt: Logo, Veranstaltungsname oder Hashtag wiederholen sich versetzt über die ganze Fläche. Der Vorteil: Egal, welcher Ausschnitt auf dem Foto landet – das Logo ist zu sehen. Ein paar Hinweise aus der Praxis:
- Logos nicht zu klein: Auf Handyfotos aus zwei bis drei Metern Entfernung müssen sie noch erkennbar sein.
- Gesichtshöhe ruhig halten: Kräftige Farben und viel Text auf Kopfhöhe lenken von den Personen ab. Ein ruhiger Hintergrund mit Logos im Raster wirkt auf Fotos besser.
- Matte Oberflächen wählen: Glänzende Materialien werfen das Blitzlicht zurück – auf dem Foto erscheint dann ein heller Fleck mitten im Logo. Matte Stoffe und matte Banner vermeiden das weitgehend.
- Druckdaten früh freigeben: Logos am besten als Vektordatei (PDF, SVG, AI oder EPS) schicken. Fehlt eine passende Datei, übernimmt unsere Grafik die Aufbereitung.
Fristen: Wann bestellen?
Die häufigste Ursache für Stress vor der Feier ist nicht der Druck, sondern die Abstimmung: Entwurf, Rückfragen, Freigabe durch Geschäftsführung oder Marketing. Rechnen Sie deshalb rückwärts:
- Regulär: Unsere Lieferzeit beträgt derzeit drei Wochen nach Freigabe des Entwurfs und Anzahlung. Mit Abstimmungszeit sollten Sie also etwa vier Wochen vor der Veranstaltung anfragen – für eine Weihnachtsfeier Mitte Dezember also spätestens Mitte November.
- Kick-off im Januar: Zwischen den Jahren ist vieles geschlossen. Wer Anfang Januar feiert, sollte möglichst noch vor Weihnachten freigeben.
- Es eilt? In Berlin bieten wir Expressdruck auf Anfrage an – möglich bei druckfertigen Daten und freier Kapazität. Fragen Sie am besten per WhatsApp, was kurzfristig noch geht.
Tipp: Bestellen Sie Fotowand, Roll-ups und Banner in einem Auftrag. Dann stimmen Farben und Logo überein, und Sie haben nur einen Entwurf freizugeben.
Roll-ups und Banner rund um die Feier
Die Fotowand ist meist nicht das einzige Element. Häufig dazu bestellt werden:
- Roll-ups am Eingang oder neben der Bühne – zur Begrüßung, für den Ablaufplan oder als Wegweiser. Sie sind in wenigen Minuten aufgebaut und passen in jeden Kofferraum.
- Banner über der Bühne oder an der Fassade der Location, zum Beispiel mit dem Motto des Kick-offs.
- Beachflags für Feiern im Freien oder zur Orientierung auf großen Geländen.
Mehr zu Roll-ups, Messewänden und Displays finden Sie auf unserer Seite Messebeschriftung & Displays, alles zu Bannern unter PVC-Banner Berlin.
Checkliste für Ihre Fotowand
- Datum, Location und Raummaße notieren (Breite, Höhe, Türen, Aufzug).
- Bei der Location die Brandschutzvorgabe erfragen (z. B. B1) und ob ein Nachweis nötig ist.
- Innen oder außen? Bei außen: Banner mit Gestell, Mesh und Ballast einplanen.
- Größe festlegen – für Gruppenfotos eher breit, z. B. 300 × 230 cm.
- Logo als Vektordatei, Farben und ggf. Motto oder Hashtag bereitstellen.
- Matte Oberfläche wählen, Logo-Raster statt großer Textblöcke.
- Weitere Elemente festlegen: Roll-ups, Bühnenbanner, Beachflags.
- Rückwärts rechnen: etwa vier Wochen vorher anfragen, Freigabe intern klären.
- Aufbau klären: Wer baut auf und ab, wo wird die Wand danach gelagert?
Fotowand & Event-Werbung aus Berlin
Schicken Sie uns Datum, Location und Logo – wir beraten Sie zu Größe und Material und erstellen Ihnen ein Angebot.
Weiter: PVC-Banner Berlin · Expressdruck Berlin
Quellen
- Baulinks – Brandverhalten: Zuordnung DIN 4102-1 und DIN EN 13501-1
- Baunetz Wissen – Baustoffklassen
- Messe Frankfurt – Factsheet Standbaumaterial (PDF)
- Stadt Griesheim – Merkblatt Großhallen / Versammlungsstätten (PDF)
- openPR – Pressewand-Systeme für Foto- und Sponsorenwände
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechts- oder Brandschutzberatung. Maßgeblich sind die Vorgaben Ihrer Location und der zuständigen Behörde.