Der Leasingvertrag läuft aus, der Transporter des Pflegedienstes, der Kastenwagen des Handwerksbetriebs oder das Lieferfahrzeug soll zurück an den Leasinggeber – und auf den Türen steht noch Ihr Logo, Ihre Telefonnummer und Ihre Website. Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Wer entfernt die Beschriftung, wann sollte das passieren, und was passiert, wenn Klebereste oder Lackspuren zurückbleiben?

Dieser Ratgeber richtet sich an Fuhrparkverantwortliche und Inhaber, die ein oder mehrere Fahrzeuge zurückgeben. Und an alle, bei denen gleichzeitig neue Fahrzeuge kommen, die wieder beschriftet werden sollen.

Transporter mit Seitenbeschriftung aus Folie
Folienbeschriftung auf einem Transporter – bei der Rückgabe muss sie wieder vollständig herunter.

Warum Leasinggeber den Originalzustand verlangen

Ein Leasingfahrzeug wird nach der Rückgabe weiterverkauft. Eine Firmenbeschriftung – auch eine kleine – passt nicht zum nächsten Besitzer. Die großen Leasinggesellschaften schreiben deshalb in ihren Rückgabeunterlagen klar vor, dass Aufkleber herunter müssen:

Welche Regeln für Ihr Fahrzeug gelten, steht in Ihrem Leasingvertrag und in der Bewertungsrichtlinie Ihres Leasinggebers. Lesen Sie diese Unterlagen vor der Rückgabe – sie sind die Grundlage für die spätere Begutachtung.

Das Risiko: Nachbelastung nach dem Gutachten

Bei der Rückgabe wird das Fahrzeug begutachtet. Alles, was über normale Gebrauchsspuren hinausgeht, kann als Schaden bewertet und nachberechnet werden. Bei einer Beschriftung sind das typischerweise:

Wichtig: Abgerechnet wird nicht unbedingt das, was eine Reparatur bei Ihnen um die Ecke kosten würde. Ratgeber zur Leasingrückgabe weisen darauf hin, dass bei Schäden häufig der Minderwert des Fahrzeugs maßgeblich ist. Konkrete Beträge hängen vom Vertrag und vom Gutachten ab – deshalb lohnt es sich, Mängel vorher selbst beheben zu lassen, statt sie dem Leasinggeber zu überlassen.

Nicht selbst mit Cutter oder Glasschaber an den Lack: Was am Wochenende schnell erledigt scheint, endet oft mit Kratzern im Klarlack. Diese fallen im Gutachten stärker auf als ein Rest Kleber.

So läuft die professionelle Entfernung ab

Jedes Fahrzeug und jede Folie ist anders – Alter, Folienart und Standort (Sonne, Garage) spielen eine große Rolle. Der Ablauf ist aber im Grundsatz immer ähnlich:

  1. Ansehen und einschätzen: Wie alt ist die Folie, ist sie noch elastisch oder schon spröde? Gibt es Vorschäden am Lack, die man vorher dokumentieren sollte?
  2. Wärme: Die Folie wird mit einem Heißluftgerät gleichmäßig und vorsichtig erwärmt. Dadurch wird der Kleber weicher und die Folie lässt sich in einem flachen Winkel langsam abziehen, statt zu reißen.
  3. Kleberreste lösen: Zurückgebliebener Kleber wird mit einem lackverträglichen Kleberestentferner und weichen Tüchern oder Kunststoffschabern gelöst – nicht mit Metallklingen auf dem Lack.
  4. Reinigen und prüfen: Die Flächen werden gereinigt und bei gutem Licht kontrolliert, damit keine Reste übersehen werden – auch an Kanten, Griffmulden und Scheiben.

Sehr alte, durch UV-Licht spröde Folie bricht oft in kleinen Stücken. Dann steigt der Aufwand deutlich. Deshalb sehen wir uns das Fahrzeug vorher an – oder Sie schicken uns Fotos – und klären Umfang und Kosten, bevor wir anfangen.

Hinweis zu „Schatten“: Unter der Folie war der Lack vor Sonne geschützt, die Umgebung nicht. Deshalb kann nach dem Entfernen eine leichte Kontur sichtbar sein. Ob und wie stark, sieht man erst nach dem Abziehen – planen Sie also etwas Puffer bis zum Rückgabetermin ein, falls noch eine Aufbereitung nötig ist.

Wann entfernen? Vor dem Gutachtertermin

Die Beschriftung sollte herunter sein, bevor das Fahrzeug begutachtet wird – nicht erst am Tag der Übergabe. So haben Sie Zeit, das Ergebnis zu prüfen und eventuelle Lackspuren noch beheben zu lassen. Ein praktischer Ablauf:

Denken Sie auch daran: Ohne Beschriftung fehlt dem Fahrzeug in den letzten Tagen der Werbeeffekt. Bei mehreren Fahrzeugen lohnt es sich, die Termine so zu legen, dass die Entfernung zeitnah zur Rückgabe erfolgt.

Checkliste für die Leasingrückgabe

Neues Fahrzeug? Direkt neu beschriften

Oft kommt mit der Rückgabe gleich das Nachfolgefahrzeug – zum Beispiel, wenn zum Jahreswechsel neue Fahrzeuge in den Fuhrpark kommen. Dann ist es sinnvoll, beides zusammen zu planen: Am alten Fahrzeug wird die Beschriftung entfernt, das neue mit derselben oder einer aufgefrischten Gestaltung beschriftet. So ist Ihr Betrieb auf der Straße nicht tagelang „unsichtbar“.

Gleichzeitig ist der Fahrzeugwechsel ein guter Moment, die Gestaltung zu prüfen: Stimmen Telefonnummer und Website noch? Ist das Logo aktuell? Ist die Schrift aus einigen Metern Abstand gut lesbar? Mehr dazu in unseren Tipps zur Fahrzeugbeschriftung.

Für das neue Leasingfahrzeug gilt: Hochwertige Automotive-Folien lassen sich bei fachgerechter Montage später wieder entfernen. Klären Sie trotzdem vorab mit Ihrem Leasinggeber, ob und welche Beschriftung erlaubt ist.

Preise: Eine Fahrzeug-Teilbeschriftung gibt es bei uns ab 290 € in Berlin und ab 340 € in NRW (netto). Den Aufwand für das Entfernen der alten Beschriftung schätzen wir nach Fotos oder Besichtigung ein und nennen Ihnen den Preis, bevor wir beginnen.

Entfernen und neu beschriften – ein Termin

Masar Werbeagentur entfernt die alte Beschriftung lackschonend und beschriftet Ihr neues Fahrzeug – in Berlin und mit unserem Team in NRW. Schicken Sie uns einfach Fotos.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Ihr Leasingvertrag und die Rückgabebedingungen Ihres Leasinggebers.