„Schicken Sie uns bitte Ihr Logo als Vektordatei.“ Diesen Satz hören viele Betriebe zum ersten Mal, wenn sie ein Schild, eine Fahrzeugbeschriftung oder ein Banner bestellen. Was damit gemeint ist, woran Sie eine gute Datei erkennen und was Sie tun, wenn Sie keine haben – hier in Ruhe erklärt.
Vektor oder Pixel – der Unterschied
Eine Pixeldatei (JPG, PNG) besteht aus vielen kleinen Farbpunkten. Für eine Website oder Visitenkarte reicht das oft. Vergrößert man sie auf ein Schild oder einen Transporter, werden die Kanten unscharf und treppig.
Eine Vektordatei beschreibt das Logo mit Linien und Flächen. Sie lässt sich beliebig vergrößern und bleibt scharf. Für Folienschriften ist sie sogar Pflicht: Der Schneideplotter fährt genau diese Linien ab.
Welche Formate passen?
- PDF, SVG, AI, EPS: meist Vektor – ideal. Aber Vorsicht: Ein PDF kann auch nur ein eingebettetes Foto enthalten.
- PNG mit transparentem Hintergrund: gut für Bildschirm und kleine Drucke, für große Flächen nur in sehr hoher Auflösung.
- JPG: für Logos die schwächste Wahl – kein transparenter Hintergrund, oft unscharfe Kanten.
- Word, PowerPoint, Screenshot: als Vorlage, damit wir sehen, wie es aussehen soll – zum Drucken nicht geeignet.
So prüfen Sie Ihre Datei in einer Minute
- Datei in einem PDF-Programm oder Browser öffnen.
- Stark hineinzoomen, auf 800 % oder mehr.
- Bleiben die Kanten glatt und scharf, ist es sehr wahrscheinlich Vektor. Sehen Sie Treppchen oder Unschärfe, sind es Pixel.
Farben: was auf dem Bildschirm anders aussieht
Bildschirme zeigen Farben in RGB, gedruckt wird in CMYK – deshalb wirkt ein leuchtendes Blau auf Papier oft etwas ruhiger. Für eine genaue Hausfarbe helfen festgelegte Farbwerte, zum Beispiel aus Ihrem Corporate Design. Folien gibt es in festen Farbtönen der Hersteller: Wir wählen den Ton, der Ihrer Farbe am nächsten kommt, und zeigen Ihnen bei Bedarf vorher ein Muster.
Schriften und feine Details
Schriften im Logo sollten in Pfade (Kurven) umgewandelt sein – sonst ersetzt der Computer sie womöglich durch eine andere Schrift. Sehr feine Linien und winzige Schrift sehen am Bildschirm gut aus, gehen aber auf Folie oder aus der Entfernung verloren. Für Schild und Fahrzeug lohnt sich oft eine vereinfachte Version des Logos.
Keine gute Datei vorhanden?
Fragen Sie zuerst bei der Agentur oder Person nach, die das Logo gestaltet hat – dort liegt meist die offene Datei. Gibt es sie nicht mehr, bauen wir das Logo als Vektordatei nach. Den Aufwand nennen wir Ihnen vorher im Angebot.
Ein Punkt, der oft vergessen wird: Wer ein Logo gestalten lässt, braucht die Nutzungsrechte daran (§ 31 UrhG). Halten Sie im Auftrag fest, dass Sie das Logo uneingeschränkt nutzen dürfen und die offenen Dateien bekommen. Bevor Sie ein neues Logo festlegen, lohnt außerdem ein Blick ins Markenregister des DPMA.
Checkliste für Ihre Druckdaten
- Logo als PDF, SVG, AI oder EPS – Zoomtest bestanden.
- Schriften in Pfade umgewandelt.
- Hausfarben als Farbwerte notiert.
- Bei Bedarf eine vereinfachte Version für Schild und Fahrzeug.
- Nutzungsrechte und offene Dateien beim Gestalter gesichert.
Druckdatei fertig? Prüfen Sie sie vorher mit unserem kostenlosen Druckdaten-Check – Auflösung, Beschnitt, Schriften und Farben in Sekunden, ohne Upload.
Logo & Gestaltung aus Berlin
Schicken Sie uns Ihre Datei: Wir prüfen sie vor dem Druck, bauen das Logo bei Bedarf nach oder gestalten ein neues – Logo-Design ab 490 € netto (583,10 € brutto).
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Quellen
Hinweis: Allgemeine Hinweise aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Bei Fragen zu Marken- und Urheberrecht hilft eine fachkundige Beratung. Stand: November 2026.