Patienten schreiben ohnehin per WhatsApp – also warum nicht auch der Praxis? Die Idee ist verständlich, der Weg dorthin aber nicht beliebig. Hier der Unterschied zwischen der App auf dem Praxis-Handy und einer sauberen Anbindung.

Bildschirmfoto eines Praxis-Assistenten mit KI-Hinweis und sortiertem Anliegen für das Team
So sieht ein Praxis-Assistent aus: KI-Hinweis oben, das Team bekommt das Anliegen sortiert.

Das Problem mit der normalen App

Die normale WhatsApp-App (auch die Business-App auf einem Handy) gleicht das Adressbuch ab und überträgt Daten an den Mutterkonzern Meta. In einer Praxis stehen im Adressbuch aber Patienten – und schon die Tatsache, dass jemand Patient ist, ist vertraulich. Datenschutzbehörden sehen das deshalb kritisch.

Die WhatsApp Business Platform

Für Unternehmen gibt es die WhatsApp Business Platform (Cloud API). Sie läuft nicht über ein Handy mit Adressbuch, sondern über eine Schnittstelle – zum Beispiel angebunden an einen digitalen Assistenten oder Ihr Terminsystem. Zusammen mit einem Anbieter mit EU-Hosting und AV-Vertrag wird WhatsApp damit für viele Praxen vertretbar.

Ehrlich gesagt bleibt ein Restrisiko: Metadaten liegen weiterhin bei Meta, ein Datentransfer in die USA ist über das EU-US-Datenschutzrahmenabkommen abgesichert. Das sollte Ihre Datenschutzinformation offen benennen.

Regeln für den Alltag

Wofür WhatsApp in der Praxis gut passt

Terminerinnerungen, Bestätigung einer Terminverschiebung, Hinweise zu Urlaub und Vertretung, die Frage „Ist mein Rezept fertig?“ mit einer kurzen Antwort. Alles, was eine ärztliche Einschätzung braucht, gehört nicht in den Chat.

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